Unser zentrales Behandlungsinstrument ist die Gruppentherapie. Zehn bis zwölf Patienten bilden eine halboffene Bezugsgruppe, die von zwei Psychotherapeuten bzw. Psychotherapeutinnen in Co-Therapie bei ihrem täglichen Therapieprogramm geleitet wird. Der / die BezugstherapeutIn ist Ansprechpartner für alle im Behandlungsprozess auftretenden Fragen.
Nach besonderer Indikation sowie in individuellen Krisensituationen
wird die Gruppentherapie durch begleitende Einzeltherapie ergänzt.
Regelmäßig stattfindende Einzelkontakte dienen der Therapieplanung und
-bilanzierung.
Neben der Gruppenpsychotherapie und der einzeltherapeutischen Betreuung der Patienten werden je nach Indikation spezifische Behandlungselemente wie etwa Selbstsicherheitstraining, Körperwahrnehmung, Männer- und Frauengruppe, Entspannungstraining, Raucherentwöhnung und ähnliches durchgeführt.
In einer soziotherapeutisch angeleiteten und mit dem psycho-therapeutischen
Bereich verzahnten Arbeitstherapie werden berufliche Schlüsselqualifikationen
trainiert, der berufliche Wiedereinstieg wird geplant sowie die Rückkehr
an den bestehenden Arbeitsplatz vorbereitet.
Inhalte der Ergotherapie
sind sinnvolle Freizeitaktivitäten, kreatives Gestalten und Ausdrücken
genauso wie stabilisierende Übungen und Erfahrungen mit Materialien.
Kreativ- und gestaltungstherapeutische Angebote bieten
dem Patienten die Möglichkeit, frühere Interessen und Neigungen wiederzufinden
oder erstmals seine kreativen Fähigkeiten zu entdecken und auszuprobieren.
Die sport- und bewegungstherapeutischen Angebote sind darauf ausgerichtet, die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und Funktionsdefizite auszugleichen.
Vorträge der Ärzte und Therapeuten sowie spezielle Informationsgruppen ergänzen das Therapieangebot durch Informationen zum Krankheitsbild, Krankheitsverlauf und zur Behandlung.
Angehörigen-Seminare und Partnergespräche dienen der Einbeziehung des sozialen Umfeldes - insbesondere der Familie - in die Behandlung. Neben der Informationsvermittlung zu Abhängigkeitsverlauf und Behandlung besteht die Möglichkeit, aktuelle Partnerschafts- und Familienkonflikte zu klären sowie problematische Interaktionsmuster (z.B. Co-Abhängigkeit) zu bearbeiten.
Der therapiebegleitenden Sozialarbeit ist besonderes Augenmerk gewidmet, um günstige Bedingungen für eine weitgehende berufliche und soziale Wiedereingliederung zu schaffen. Schwerpunkte sind das Abklären der beruflichen und finanziellen Situation mit entsprechenden Hilfsangeboten im Bedarfsfall, Klärung von Rechtsangelegenheiten sowie Einleiten von stationären und ambulanten Weiterbehandlungs- oder Nachsorgemaßnahmen.